Die meisten Häuser im Bezirk stammen aus der Zeit nach 1945, so beschreibt es die Stadt Dortmund in ihrem Bezirkskonzept INSEKT Huckarde 2030+. Genannt werden dort Ein- und Zweifamilienhäuser ebenso wie Mehrfamilienhäuser ab der Nachkriegszeit. Jungferntal und die Erpinghofsiedlung führt das Konzept ausdrücklich als Großwohnsiedlungen der 1950er Jahre.
Gewohnt wird in Huckarde enger als im Dortmunder Schnitt. Nach dem Statistikatlas 2019 kamen Ende 2016 auf jeden Einwohner 35,8 m² Wohnfläche, in der ganzen Stadt waren es 39,4 m². Kleine Wohnungen haben oft auch kleine Bäder mit 4 oder 5 m² Bodenfläche.
Ein Viertel der Wohnungen liegt in Ein- oder Zweifamilienhäusern, genau 25,2 % laut Statistikatlas. In Deusen sind es 62,3 %, dort liegt das Bad also meistens in einem Ein- oder Zweifamilienhaus. Wer ein solches Haus besitzt, entscheidet über Grundriss, Leitungen und Ausstattung ohne Eigentümerversammlung.
Bis 1980 förderte die Zeche Hansa in Huckarde Kohle, die Kokerei Hansa lief noch bis 1992. Die Kokerei aus den Jahren 1927 und 1928 gehört heute der Stiftung Industriedenkmalpflege. Viele Wohnungen im Bezirk wurden in der Zeit gebaut, in der Zeche und Kokerei noch in Betrieb waren.
Leitungen und Kleber in Häusern der 1950er Jahre
In Häusern dieser Bauzeit liegen für das Trinkwasser oft noch verzinkte Stahlrohre, die sich innen mit der Zeit zusetzen. Beim ersten Termin sehen sich unsere Installateure deshalb an, woraus die Leitungen bestehen und wie der Abfluss läuft. Danach entscheidet sich, ob eine Badrenovierung mit den vorhandenen Rohren reicht oder ob ein Komplettbad sinnvoller ist.
Unter alten Fliesen kann Kleber oder Spachtel aus der Zeit vor dem Asbestverbot vom 31.10.1993 liegen. Bevor gestemmt wird, lassen wir in solchen Fällen eine Probe untersuchen. Als Auftraggeber geben Sie uns Baujahr und bekannte Angaben zu Schadstoffen weiter, das verlangt § 5a der Gefahrstoffverordnung auch von Privathaushalten. Mehr zu Grundrissen, Rohren und Decken dieser Zeit steht im Ratgeber Bad im Nachkriegsbau sanieren.
Ein wandhängendes WC hängt bei uns an einer Vorwandinstallation, also einem Gestell vor der Wand, hinter dem Spülkasten und Leitungen verschwinden. In schmalen Bädern kostet diese Vorwand einige Zentimeter Tiefe, dafür entsteht oben eine Ablage über dem WC.