Die Siedlung Kreinberg in Schwerte-Ost steht unter Denkmalschutz, sie wurde 2001 unter Schutz gestellt. Wer dort ein Bad umbaut, klärt vorher mit der Unteren Denkmalbehörde, was erlaubt ist.
Die Siedlung entstand für die Beschäftigten des Reichsbahn-Ausbesserungswerks Schwerte-Ost, die erste Wohnung wurde im August 1921 bezogen. Bis 1939 kamen fast 900 Wohnungen für über 3.000 Menschen zusammen, so beschreibt es die Route der Industriekultur in ihrer Themenroute zu den Arbeitersiedlungen.
Jede Wohnung hatte eine Wohnküche und zwei bis drei Zimmer, dazu einen Stall und 200–300 m² Gartenland. Die Häuser stehen an der Ostberger Straße, Am Quickspring und an der Lichtendorfer Straße.
Für Veränderungen an einem Denkmal ist nach § 9 DSchG NRW vor Baubeginn eine Erlaubnis nötig. Bei einem Bad betrifft das auf jeden Fall Fenster und Fassade, also auch einen neuen Lüfterauslass. Ob der Innenausbau ebenfalls genehmigt werden muss, hängt vom Einzelfall ab und ist vorab mit der Behörde zu klären.
Bautechnik in Häusern aus den 1920er- und 1930er-Jahren
In Häusern bis Baujahr 1948 rechnen wir den Anteil je Quadratmeter mit dem Faktor 1,08, weil Untergrund und Leitungen dort erfahrungsgemäß mehr Arbeit machen. Liegt das Bad im Obergeschoss auf einer Holzbalkendecke, planen wir Bodenaufbau und Abdichtung darauf abgestimmt, wie im Ratgeber zum Altbau-Bad auf Holzbalkendecke beschrieben.
Die Trinkwasserverordnung verlangte in § 17, Bleileitungen bis zum 12.01.2026 zu entfernen oder stillzulegen. Finden wir beim Öffnen der Wand trotzdem noch ein Stück Bleirohr, tauschen unsere Installateure es gleich mit aus und nennen Ihnen vorher den Preis dafür.